Montag, 30. April 2018

Unterm Strich #2 mit Lütfiye Güzel


Liebe Freund*innen, Kolleg*innen, Interessierte,

wir laden euch zur zweiten Ausgabe unserer Lesereihe Unterm Strich mit
Lütfiye Güzel – Elle-Rebelle
am 22.05.18, 20 Uhr in das Hole of Fame ein.

Lütfiye Güzel liest so, wie sie auch schreibt: kraftvoll und unverstellt.Ihre Texte sind geprägt durch den Ruhrgebietslärm und die scharfsinnige Beobachtung am Rande des Großstadtgeschehens. Ich will direkt sein, keine Umwege, kein Verschönern!“ Dabei ist sie nicht zimperlich - nicht mit sich, nicht mit den Protagonisten, nicht mit dem Publikum. Ihre Texte stecken voller Wider-Sinn für die radikalen Details.

es ist an der zeit

sich zu radikalisieren
dafür muss ich aber erst
einmal aufhören
die Wollmäuse unter
dem bett
wegzufegen
& mir
einen vorrat an wasser
anzuschaffen


Lütfiye Güzel, 1972 in Duisburg geboren und zwischen Ruhrgebiet und Berlin unterwegs, ist Dichterin und bringt seit 2014 Notizen, Novellen, Gedichte und Selbstgespräche unter ihrem eigenen Label Go-Güzel-Publishing heraus.
Im Mai 2014 wurde Lütfiye Güzel mit dem Fakir Baykurt Kulturpreis der Stadt Duisburg ausgezeichnet. Im November 2017 mit dem Literaturpeis Ruhr. 
Ihr Lyrik-Projekt "Elle-Rebelle" (Gedichte auf losen Handzetteln) ist im August 2017 erschienen. 
Im Moment arbeitet Lütfiye Güzel an ihrem neuen Buch "Nix Meer".


Jonis Hartmann schreibt bei Fixpoetry: „… Lütfiye Güzel bleibt sich treu. Ihre neueste Publikation zementiert ihre Ausnahmestellung in der zeitgenössischen Lyrik. Wenn jemand wirklich unabhängig, fern und frei ist, dann sie. Elle-Rebelle unterwandert am Konsequentesten von allen ihren bisherigen Büchern das, was man einen Markt nennen kann. Die Handzettel/ Flugblätter bringen ihre Gedichte und Beobachtungen/ Feststellungen in Gedichtform noch ein Stück näher an im Grunde genommen politische Äußerungen heran. Das ‚Buch‘ ist tough, und selbst wenn nicht alles zündet, oder zu viel zündet, liegen eine ganze Menge starker, persönlicher Verse in dem Umschlag, die das In-haltloser-Welt-sein in Worte transponieren. Ohne Ornamente.“

Wo?    Hole of Fame - Königsbrücker Straße 48
Wann?    22.05.2018 / 20 Uhr
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!

Montag, 19. März 2018

Einladung: Entgrenzte Prosa. Performance mit Jo Frank und Thomas Podhostnik


Liebe Freund*innen, Kolleg*innen, Interessierte,


zum Auftakt unserer Lesereihe Unterm Strich laden wir am 13.04.18 in das Literaturhaus Villa Augustin ein.


In einer multimedialen und multilingualen Lesung führen Podhostnik und Frank die Prosa an ihre Grenzen: an die Grenze, wo luzide Träume zu Alpträumen werden, an die Grenze, wo Sprachen ineinander übergehen, wo Begehren zu Bedrohung wird, Leidenschaft zu Lautlosigkeit, Lieblichkeit zur Härte. Es treffen sich zwei Autoren mit einem vordergründig verschiedenen literarischen Programm, wo Grenzen sich auflösen: in einem Grundton, der durch die Texte beider Autoren rauscht und kracht, brummt und knackt, sich zu einem Sirren emporhebt, um zu einem Summen herabzustürzen. Zwischen SNACKS und MITTWACHT ist ein Rausch, ein literarischer Trip in allen seinen Phasen, und ein Aufruf, entgrenzt zu werden.

Literaturhaus Villa Augustin

13.04.2018 / 20 Uhr

Eintritt: 5 €



Wir freuen uns auf einen spannenden Abend!




Jo Frank ist multilingualer Autor, Verleger (Verlagshaus Berlin), Übersetzer, künstlerischer Leiter des Zeitkunst Festivals und Geschäftsführer des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES). Er ist in Southend-on-Sea (UK), Kiel und Heidelberg aufgewachsen. Jo Frank lebt in Berlin. Zu Jo Franks Veröffentlichungen gehören „Märchenland. Die Gebrüder Grimm in Israel“ (Hg., Berlin 2010), „Zeitkunst“ (Hg., Berlin 2012), „Befremdliche Begegnung. Ausgewählte Gedichte von Wilfred Owen“ (Übersetzungen, Berlin 2013), „Die Erbärmlichkeit des Krieges, Gedichte und Briefe von Wilfred Owen“ (Übersetzungen, Berlin 2014). Sein dreisprachiger (deutsch-englisch-hebräisch) Gedichtband „Erinnerungen an Kupfercreme“ erschien 2012 (Hamburg). Eine neue Sammlung multilingualer Texte, SNACKS, erscheint als Prosa-Debüt 2017 bei der Edition Atelier (Wien).
Thomas Podhostnik wurde 1972 in Radolfzell am Bodensee als Sohn jugoslawischer Gastarbeiter geboren. Er machte eine Lehre zum Speditionskaufmann, dann eine Ausbildung zum Regieassistenten am Teatro Nacional de Cuba. Er studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Thomas Podhostnik verfasst Prosa und experimentelle Prosa, die in Einzeltiteln, Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht wurden. 2008 debütierte er mit dem Roman „Der gezeichnete Hund“. 2011 folgte der kubistische Roman „Die Hand erzählt vom Daumen“. Beide Romane handeln von dem Leben der Mitglieder einer Gastarbeiterfamilie, in der ersten bzw. zweiten Generation. 2015 erschien sein Roman „Der falsche Deutsche“, der von einem germanophilen Kubaner handelt. Letzte Veröffentlichungen: „Mittwacht“, Verlagshaus Berlin, „Illustrierte Erzählung“ (Illustration Lilli Gärtner), Berlin 2014.

Sonntag, 11. März 2018

Lesung Der stinknormale Mann mit Hannah-Sophie Fuchs und Anne Laubner

 
Das Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt Der stinknormale Mann verlässt die Motorenhalle des riesa efau. Aber nicht, ohne sich zu verabschieden.
Am 17.3., 16 Uhr führt Kuratorin Denise Ackermann noch einmal durch die Ausstellung und freut sich auf das Gespräch mit den Besucher*innen.
Im Anschluss daran geht es hinüber in die Runde Ecke, wo die Ergebnisse des von Marcel Götz geleiteten Workshops Status: männlich. Inszenierte Fotografie gezeigt werden. Unter dem Titel Außenansichten - Männer in Dresden präsentieren May Al Hares, Ali Assali, Hamza Barghash und Ágnes Gyólai ihre Ergebnisse, ergänzt durch männliche Aktzeichnungen von Dima Chalghin. 

Eingerahmt davon teilen die beiden Autor*innen Hannah-Sophie Fuchs und Anne Laubner ihren literarischen Blick auf das männliche Modell Mensch.
Mit Lyrik, Kurzprosa und experimentellen Texten werden sie neugierige und fragende Blicke von außen, aber nicht nur auf das Außen des Mannes, auf Rollenverständnisse und überhaupt auf die Frage werfen, ob und was dieses stinknormale Geschlecht(liche) denn soll.

16 Uhr Führung durch die Ausstellung der stinknormale Mann, Motorenhalle, 2/3 €
 
18 Uhr Eröffnung "Außenansichten - Männer in Dresden“, Runde Ecke

18:30 Uhr Lesung mit Hannah Sophie Fuchs und Anne Laubner

... außerdem werden wir auch von etwas Kulinarischem überrascht.

 
Anne Laubner ist in Berlin geboren und aufgewachsen. Sie studierte diverse Geisteswissenschaften in Greifswald und war Studentin der Angewandten Theaterwissenschaft in Gießen, bevor sie ihr Studium mit einem Master Bühnenbild/Szenischer Raum abschloss. Zur Zeit ist sie Bühnenbildassistentin am Opernhaus Hannover. Die Lyrik hält sich hartnäckig und ist zu einem Werkzeug geworden, mit dem es sich unter Umständen sogar aushalten lässt. homepage

Hannah-Sophie Fuchs, geb. 1987 im Sauerland und in Schleswig-Holstein aufgewachsen, hat 2012 ihr Studium der Literaturwissenschaft und Klassischen Archäologie abgeschlossen. Aufbauend hat sie Neuere Deutsche Literatur und Russische Sprache und Kultur studiert. Das Schreiben, insbesondere lyrischer und prosaischer Texte, ist seit einiger Zeit in den Mittelpunkt ihres Schaffens
gerückt. Sie lebt und arbeitet in Dresden. 2017 erheilt sie den Jury-Preis des Dresdner Miniaturen-Wettbewerbs. homepage
 

riesa efau, Adlergasse 14 - www.riesa-efau.de

Donnerstag, 11. Januar 2018

Ausschreibung Der Maulkorb Winterausgabe 2018

für die Winterausgabe Der Maulkorb - Blätter für Literatur und Kunst suchen wir  Gedichte, Kurzprosa, experimentelles'Texte und Bildbeiträge.

Thema: ohne

max. 10 Normseiten

Einsendeschluß: 1.8.2018

bitte mit Kurzvita und Adresse
als .odt oder .doc

an: maulkorb @ gmx de

Die Ausgabe erscheint voraussichtlich im Dezember 2018.


Mit der Einsendung stimmt Ihr einer Veröffentlichung im Maulkorb zu. Alle Rechte verbleiben bei den Autor*innen.